CAROLINE HENDERSON



Selbst oberflächlichen Lesern der Jazz-Fachpresse wird im Herbst dieses Jahres ein Name und ein Gesicht nicht entgangen sein: Caroline Henderson – bislang hierzulande noch kaum bekannt – ist mit ihrem aktuell bei Stunt/Sunnymoon erschienenen Album „No. 8“ eine der Entdeckungen der Saison. Dabei gilt die 1962 in Stockholm geborene, seit 1983 in Kopenhagen lebende Sängerin in ihrer Heimat bereits seit geraumer Zeit als eine der prägnantesten Stimmen der vitalen skandinavischen Jazz-Szene. 1989 gründete Henderson zusammen mit Maria Bramsen die Popgruppe RayDeeOh. Nach Auflösung der Formation begann sie ihre Solokarriere; ihren Durchbruch hatte sie 1995 mit ihrem ersten Album „Cinemataztic“. Seitdem hat Caroline Henderson weitere sieben Soloalben veröffentlicht, darunter „Metamorphing“ (1998) und im Jahr 2000 das Disco-Coveralbum „Dolores J – The Butterfly“. 2002 nahm sie das experimenteller angelegte Album „Naos“ auf. Als Jazzsängerin reüssierte Caroline Henderson 2003 mit „Don't Explain“. Es folgte „Made in Europe“, welches 2004 in Dänemark, Schweden, Norwegen, Polen, Deutschland, Frankreich, Spanien, Portugal, den USA und Kanada erschien. Für „Love Or Nothin’“ wird sie mit dem Danish Music Award für das beste Vocal-Jazz-Album des Jahres 2007 ausgezeichnet. Mit „No. 8“ legt Caroline Henderson nun einen der schlüssigsten Vocal-Jazz-Entwürfe des Jahres vor. Darauf gelingt ihr das Kunststück, ein Repertoire aus Standards und Popsongs in ein Album aus einem Guss zu verwandeln: ob in Sonny Bonos „Bang Bang“, bekannt geworden in der Interpretation von Cher und erst jüngst in der Version von Nancy Sinatra in Tarantinos „Kill Bill Vol.1“-Soundtrack zu neuen Ehren gekommen, im Righteous-Brothers-Klassiker „Unchained Melody“, in der Folk-Song „Ribbon Bow“, den Karen Dalton 1969 bekannt gemacht hat, bei Gershwins „It Ain’t Necessarily So“, Billie Holidays „When You’re Smilling“ und Irwin Berlins „I Got Lost In His Arms“ auf der einen Seite, oder auf „Riverman“ von Nick Drake und „There Will Be Time Enough For Rocking When We Are Old“ von den Magnetic Fields auf der anderen – stets strahlen die Interpretationen von Caroline Henderson, die die bekannteren Titel auch gerne mal gegen den Strich bürstet, eine enorme Sicherheit aus: in der Organisation der Musik, ihrer Stimme, in der Eartha Kitt auf Shirley Horn und Roisin Murphy trifft, und der Art ihres Storytellings. Die beiden neuen Originals, die Anders Christensen im einen Fall als neue Melodie zu einem bestehenden Text von Duke Ellington, im anderen für Owar Shargawis preisgekrönten dänischen Film „Gå med fred Jamil“ (Geh mit Frieden Jamil) – hier mit einem Text von Caroline Henderson und Mikkel Hess – geschrieben hat, fügen sich nahtlos in das authentische Klangbild ein, das völlig unaufgesetzt Hendersons Vorliebe für Pop im Jazz und Soul im Swing belegt. Die Bläserarrangements von Arrangeur-Legende Butch Lacy, der bereits für Größen wie Sarah Vaughan gearbeitet hat, erden die schwebende Modernität von „No. 8“. „Das ganze Album strahlt unterkühltes Understatement und gelassene Nonchalance aus, wie es heute selten geworden ist“, urteilte Jazzthetik. Und JAZZ PODIUM ergänzt: „das vielleicht zeitgemäßeste Vocal-Jazz-Album, das sich denken lässt.“ Erstmals in Stuttgart, wird Caroline Henderson die Songs von „No. 8“ beim boomtown jazzfestival stuttgart im BIX Jazzclub vorstellen.

LINE-UP
Caroline Henderson – Vocal
Anders Christensen – Bass
Nicolaj Hess – Piano
Jochen Rueckert – Drums

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