Jean-Luc Ponty & Wolfgang Dauner Duo



Ein Duo der Extraklasse wird an Ostersonntag auf der traditionsreichen Bühne des Gustav-Siegle-Hauses zu sehen sein: zusammen mit Stuttgarts bedeutendstem Jazzer Wolfgang Dauner kann der weltbekannte französische Geiger Jean-Luc Ponty sein einzigartiges Violinenspiel in einem intensiven Dialog auf Augenhöhe entfalten – die sparsame Instrumentierung bringt dabei die individuelle Klasse der Musiker zur Geltung. Erst jüngst wurde der heute 65-jährige Ponty für sein Lebenswerk mit dem renommierten ’German Jazz Trophy’-Award ausgezeichnet. Bereits in den 60er Jahren kam es zur ersten Zusammenarbeit der beiden Virtuosen: zu den internationalen Gästen, die Wolfgang Dauner als Leiter der Radio Jazz Group Stuttgart zu den Rundfunkaufnahmen einlud, zählte auch der Mann, der die elektrisch verstärkte Violine im Jazz salonfähig gemacht hat. Der Sohn eines Musiklehrerehepaares schlug zunächst eine klassische Karriere ein und studierte bereits mit 16 Jahren am Conservatoire Nationale de Music in Paris Violine. Neben seine seinen klassischen Studien widmete er sich leidenschaftlich dem Jazz und lernte unter anderem Klarinette und Saxophon. Rasch fand er seinen ganz persönlichen Sound auf der elektrisch verstärkten Violine, ein Sound, der mehr mit Saxophon als mit dem bisher im Jazz üblichen Geigenklang verwandt war. Bis Anfang der 60er Jahre verfolgte er seine klassische als auch sein Jazzkarriere noch weitgehend parallel, doch zunehmend kamen sich die Engagements aus den verschiedenen Sphären in die Quere. Ponty entschied sich für den Jazz: Das war 1964. Heute kann er auf eine einzigartige Biografie zurückblicken: Neben seiner Arbeit mit einer erfolgreichen eigenen Formationen prägte er maßgeblich den Sound von Frank Zappas Mothers Of Invention und John Mclaughlins Mahavishnu Orchestra. Der Jazzrock der 70er Jahre ist ohne den Klang von Pontys Violine unvorstellbar. Wolfgang Dauner hatte bereits als Kind Klavierunterricht und studierte 1958 kurzzeitig Trompete und Komposition an der Musikhochschule Stuttgart. Als Jazzmusiker ist er weitgehend Autodidakt. Er gilt als kreativer Keyboarder und Komponist, der grenzüberschreitend tätig ist. Bei ihm gibt es keine Trennung zwischen E- und U-Musik, zwischen neuer und alter Welt. Zu seinen wichtigsten Einflüssen zählen Bill Evans, Lennie Tristano, John Coltrane und Sonny Rollins. Als Leader einer eigenen Combo war Dauner während der 60er Jahre in europäischen Polls unter den Dauersiegern und auf allen wichtigen Festivals präsent. 1971 entstand aus diesem Trio die Band Et Cetera, welche die Übergänge zwischen Free- und Rock-Jazz erkundete. Neben seiner Tätigkeit als Leiter der Radio Jazz Group Stuttgart war Dauner auch für innovative TV-Produktionen und Soundtracks verantwortlich. 1975 gründete er mit anderen europäischen Jazzmusikern das einflussreiche United Jazz and Rock Ensemble. Auch in weiteren Formationen trat er häufig mit Albert Mangelsdorff auf sowie in zahllosen anderen Projekten – etwa im Duo mit Charlie Mariano. Vor zwei Jahren intensivierte sich die Zusammenarbeit mit Jean-Luc Ponty. Vom musikalischen Ergebnis waren beide so begeistert, dass sie nun regelmäßig international als Duo auftreten.

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